| 17.04.2010: Der Samstag unter den Donnerstagen |
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Ungewohnt war es schon, als wir uns kurz nach dem Aufstehen am arbeitsfreien Samstag im Proberaum trafen. Und das kam so:
Per SMS informierte uns unser trommelnder Duracell-Hase, dass seine ihm angetraute Holde aufgrund akuter Disziplinlosigkeit...ihrer Schüler...kurzfristig zum abendlichen Rapport zitiert worden ist. Und das natürlich am „Holy Thursday“. Und da Roger Rabbit demnach auf die jungen Hüpfer aufpassen musste, fiel der Donnerstag als Probetermin aus. Dabei war ich kurz zuvor noch erleichtert, dass der zyklische Treff der Gemeinde meiner Holden dieses mal auf einen Mittwoch fiel. Und genau den schlug Michael jetzt als Alternativtermin vor. Ich fasse mich kurz:
***AAAAAHHHHH*** Als die Sehnenscheidenentzündungen aufgrund des folgenden Mailverkehrs in voller Blüte standen, hatten wir uns auf ein zweieinhalbstündiges Zeitfenster am Samstagmorgen geeinigt. Ungewohnt, aber mit dem positiven Nebeneffekt in den Genuss einer vokalisierten Probe zu kommen. Und in Anbetracht der Tatsache, dass in vier Wochen ein „Own-Song“-Gig ansteht, nicht das Schlechteste, was passieren konnte.
Allerdings hatten wir Männer so kurzfristig nicht mit der Anwesenheit Doppel-X chromosomonierter Bandmitglieder gerechnet. Darum hatten wir auch verbale Probleme mit der jugendfreien Kommunikation. Schon seit Tagen beherrschten Schlagwort wie Topteile, Distanzstangen und Subs unser Vokabular. Konnte es sein, dass wir unwillen- und wissentlich dem Einzugsbereich des nahe liegenden Etablissements an der Vulkanstrasse zum Opfer gefallen sind?
Mitnichten. Wir planen uns eine eigene PA zuzulegen, damit künftige Gagen in unser Kasse landen und nicht im bodenlosen Rachen fremdengagierter Tonmischmenschen. Außerdem hätte es den motivierenden Nebeneffekt, dass der Weg raus aus dem Probi auf die Bühnen der Welt einfacher zu finden sein wird. Warum? Weil wir eben alles dabei hätten, was man zum Spielen so braucht.
Doch die Suche nach dem für uns passenden Equipment lässt uns unwillkürlich in die Tiefen des musikalischen Raumes abdriften und wir gleiten unaufhaltbar auf ein schwarzes Loch zu, an dessen Ende wir wissen, welches Paradoxon dort allen galaktisch Reisenden droht:
GELD! Wir brauchen Geld, um uns was passendes kaufen zu können. Doch brauchen wir auch Gigs, um Geld einzuspielen zu können. Dazu wiederum benötigen wir eine Anlage. Ein Teufelskreis, aus dessen Magnetfeld es kaum ein Entrinnen gibt. Vielleicht ein Sponsor? Tolle Idee. Wer investiert schon in eine Band, die kein Schwein kennt und aufgrund des „mittleren Alters“ maximal Werbeträger für Corega Tabs, Treppenlifte und Rollatoren sein könnte. Eher findet der MSV Duisburg einen neuen Hauptsponsor. Und das ist schon ein Paradoxon.
Apropos MSV. Wenn ihr hier:
alle bestellt, bekomme ICH Geld und könnte selbst als Sponsor in Erscheinung treten.
Also: KAUFEN! KAUFEN! KAUFEN!
Sonst müssen wir die Mädels zur Vulk...neee, machen wir nicht. Was doch nur ***AUTSCH*** Spaß und... ***AUAAAA*** AUFHÖREN. Ich dachte doch nur so ein-, zwei... ***KLONK***SMASH***
>>kurze Zeit später<< Alfo, eine Fahnlücke hatte ich fon immer. Fie ift fo nur etwaf gröfer...moment...Kaugummi dafwifen...Fekunde...Fwupp..ahh, besser. Jetzt geht’s wieder.
Ok, kurzer Männerwitz: Typ 1: „Verdammt, habe ich Halsschmerzen. Bestimmt eine Seitenstragvagina!“ Typ 2: „Da musst Du Peniscillin nehmen!“
Was für’n Schenkelklopfer. Bevor das Niveau noch weiter singt..äh..sinkt, weise ich lieber auf den 15.05.2010 hin. Das spielen wir im Meidericher Parkhaus. Warum? Weil da eine Anlage steht. Offiziell ist der Gig wohl ausverkauft. Aber vielleicht geht noch was bei Ebay oder auf dem Schwarzmarkt. Ansonsten verweise ich auf den 05.06.2010. Warum? Weil wir bis dahin eine eigene Anlage haben und nach der Jonah-Pause wieder die Enten in Hünxe rocken dürfen. Eintritt frei, Platz satt und Walsumer Urknall bis zum Abwinken.
Wir sehen uns. Entweder hier oder im nächsten Universum.
Yours
Harry Onestone.
P. S.: Ihr könnt uns bald auch mieten für Feste, Feiern und Partys. Für Geld tun wir (fast) alles. Wir haben dann Top-Teile, Subs und..oh...mein Kaugummi...feife. Waf foll ich tun? Muff ich noch fum Fahnarft. Fon Mift... |
